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12. Türchen

Habt ihr schon mal von nachhaltigen Banken gehört? Also Banken, die im Gegensatz zu konventionellen Banken ihre Geldgeschäfte möglichst transparent auf ökologische und ethische Weise abwickeln? Ich bin vor etwas mehr als einem Jahr zu einer nachhaltigen Bank gewechselt – und frage mich bis heute, warum ich das nicht schon früher gemacht habe!

Nachhaltigkeitstipp am 12. Dezember: zu einer nachhaltigen Bank wechseln

Irgendwie bin ich immer davon ausgegangen, dass so eine Kontoeröffnung inklusive Kontowechsel doch ziemlich kompliziert sein muss – und das, obwohl ich mich nie damit beschäftigt habe. Denn seit September 2016 gibt es das Zahlungskontengesetz, welches regelt, dass die alte und die neue Bank den Kontowechsel möglichst einfach gestalten müssen. Bei meiner neuen Bank gab es einen kostenlosen Kontowechselservice – ich habe einfach angegeben, wer über meine neue Kontoverbindung informiert werden muss und auch die Löschung des alten Kontos wurde für mich übernommen. Bei meiner neuen Bank kann ich selbst entscheiden, in welchem Bereich mein Geld wirkt und konnte mich zwischen sechs Auswahlmöglichkeiten entscheiden.

In Deutschland gibt es derzeit fünf nachhaltige Banken: die UmweltBank, Triodis Bank, GLS Bank, Ethik Bank und die Tomorrow Bank. Hier findet ihr eine Übersicht, was die Banken unterscheidet.
Aber warum lohnt sich der Wechsel denn überhaupt? Nicht selten handeln große Privatbanken mit Finanzprodukten, die alles andere als ungefährlich sind, investieren in die Rüstungs- und Atomindustrie, spekulieren in der Nahrungsmittelindustrie oder führen Geschäftsbeziehungen mit Regimen, die aufgrund von Korruption mehr als nur in der Kritik stehen. Hier findet ihr noch weitere Argumente gegen große konventionelle Banken.
Unterscheiden muss man die großen Privatbanken dennoch von Sparda-Banken, Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen. Hier wird verantwortungsbewusster investiert – dennoch spielen auch bei diesen Banken ökologische und nachhaltige Kriterien eher selten eine große Rolle. Bei nachhaltigen Banken gibt es Ausschlusskriterien für ihre Investitionen. Diese sind natürlich je nach Bank etwas unterschiedlich, aber in Unternehmen, die in Verbindung mit Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit oder Tierversuche stehen, investieren diese Banken in der Regel nicht.
Ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Alltag ist also auf jeden Fall der Wechsel zu einer Ökobank!

Eure Julia

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