Links überspringen

Vegane Umzugsverpflegung + Rezepte #projektnachhaltigerumzug

Ein Umzug will gut vorbereitet sein – nicht nur die neuen Möbel wollen rechtzeitig ausgesucht und gekauft werden – sondern auch der Umzug selbst, bzw. die möglichen Arbeiten (renovieren, tapezieren, streichen) müssen erledigt werden. Und um möglichst flott und produktiv zu arbeiten braucht man was? Richtig, gute Verpflegung! Die Frage danach, wie man Snacks und Getränke möglichst nachhaltig gestalten kann, wurde sehr oft von euch gestellt. Denn auch hierbei kann man natürlich sehr viel Müll produzieren – der Griff zu Fertiggerichten ist schnell gemacht. Wenn man eh viel vorzubereiten, viel zu bedenken hat, fällt die Zubereitung von frischen Gerichten gerne mal hinten über – was meiner Meinung nach auch total verständlich ist. Aber mit etwas Organisation im Vorfeld kann man wirklich simple, aber leckere Snacks für die Umzugs- und Renovierungshelfer bereit stellen.

Schnell, leicht und lecker soll es sein
Ich würde davon absehen, für solche Anlässe groß aufzufahren und die fleißigen Helfer mit kulinarischen Köstlichkeiten zu überhäufen. Es muss nicht die gesündeste Kost für diesen Tag sein (finde ich). Meiner Meinung nach ist es viel wichtiger, dass es schnell zuzubereiten ist, satt macht und auch ohne großen Aufwand zu genießen ist (sprich: kalte Speisen eignen sich besser). Mal abgesehen von der Tatsache, dass vermutlich die wenigsten ein drei Gänge Menü erwarten, wenn sie irgendwo beim Streichen helfen, möchte man ja auch schnell mit den Arbeiten fertig werden und eher zwischendurch mal was snacken.

Folgendes habe ich für den Tag, an dem gestrichen wurde, vorbereitet:

Nudelsalat
Brokkolibällchen
Dip aus Mandeljoghurt und Ajvar
Karotten- und Gurkensticks
Brötchen, dazu drei verschiedene Aufstriche
ein Bananenbrot
eine Kiste Cola
zwei Kisten Wasser
Kaffee, dazu Hafermilch

Über das gekaufte Wasser könnte man sich natürlich streiten – warum nicht einfach Leitungswasser trinken? Wie ihr ja wisst, trinke ich zu Hause und unterwegs ausschließlich Leitungswasser. Bei so einer “Ausnahmesituation” wie einem Umzug bzw. Renovierungsarbeiten ist es nach meiner Erfahrung allerdings praktischer, Wasser zu kaufen – natürlich in Mehrweg-Glasflaschen! Man verteilt sich zum Renovieren in der kompletten Wohnung, jeder nimmt sich was zu trinken mit … wer genügend Flaschen zu Hause hat, für den fällt also evtl auch dieser letzte Punkt weg – bzw. ist das auch einfach eine ganz persönliche Frage, wie man sich da entscheidet.

Ich habe alle Snacks am Abend vorher zubereitet – schlicht und ergreifend, weil der Renovierungstag schon stressig genug ist und man Nudelsalat und Co. wirklich gut vorbereiten kann.

Rezepte (für ca. 6-10 Personen)
Nudelsalat
1 kg Nudeln
1 Glas junge Möhren+Erbsen
1 Glas Gewürzgurken
1 Zwiebel
1 Glas vegane Majo
Salz+Pfeffer zum würzen

Nudeln kochen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Gewürzgurken klein schneiden und die Zwiebel sehr fein hacken. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermengen. Bei Bedarf noch etwas von dem Gurkenwasser hinzufügen, damit die Majo etwas flüssiger wird und sich besser verteilt. Nach Belieben würzen.

Brokkolibällchen
ca. 500g Brokkoli
1 große Zwiebel
veganen Ei Ersatz (gibts als Pulver zb im Bioladen)
Paniermehl
1-2 EL Hefeflocken
Salz+Pfeffer+Chili zum würzen
Öl zum anbraten

Brokkoli klein schneiden und dünsten. In der Zwischenzeit die Zwiebel klein schneiden und glasig anbraten. Brokkoli etwas abkühlen lassen. Den Ei Ersatz nach Packungsanleitung anmischen und zusammen mit Brokkoli, Zwiebeln und Hefeflocken in eine Schüssel geben und vermischen. Jetzt so viel Paniermehl hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Also einfach zwischendurch probieren, ob sich kleine Bällchen daraus formen lassen. Wenn dem so ist, die Masse würzen und nach und nach alles zu Bällchen formen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen braten, bis sie von allen Seiten goldbraun sind.

Das Rezept für das Bananenbrot findet ihr übrigens hier – nach diesem Rezept habe ich schon mehrere Bananenbrote gebacken und ich bin jedes Mal begeistert! Für den Dip habe ich einfach einen Mandeljoghurt mit Salz, Pfeffer und ein paar Kräutern, die ich noch da hatte, gemischt.

Und sonst noch?
Ich habe meine ganz normalen Teller, Tassen, Gläser und auch das Besteck aus meiner Küche eingepackt – auf Einwegteller oder -becher wollte ich natürlich verzichten.
Für den Kaffee wollte ich eigentlich auch die wiederverwendbaren Kaffefilter verwenden – allerdings habe ich diese zu Hause vergessen und musste doch noch Einweg Filter kaufen. Ebenso meinen Baumwollbeutel, um die Brötchen zu kaufen. Auch die Hafermilch habe ich gekauft – es fehlte ehrlicherweise die Muße, am Abend vor der Renovierung noch Hafermilch selber zu machen. Für den Transport der Snacks habe ich meine Edelstahl Dosen, Salatschüsseln und Co, die ich sonst auch immer verwendet, genommen. Dadurch fallen auch Frischhaltefolie und Alufolie ganz einfach weg. Ansonsten ist bei der Verpflegung kaum Müll angefallen und die Reste wurden am nächsten Tag aufgegessen.
Es lief also nicht alles perfekt – nicht ganz müllfrei und auch nicht hundert Prozent nachhaltig. Aber im Vergleich mit meinen bisherigen Umzügen hat sich wirklich einiges verbessert!

Was sind eure Verpflegungstipps für Umzüge, Renovierungsarbeiten und Co? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen! Eure Julia

Einen Kommentar hinterlassen

Name*

Webseite

Kommentar