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Jahresrückblick 2018 und Bloggeburtstag

Eigentlich sollte dieser Blogpost schon vor ein paar Wochen online gehen. Eigentlich. Aber wie das nun mal manchmal so ist, kommt hier und da dann doch was dazwischen und alles verschiebt sich. Aber, das habe ich im letzten Jahr gelernt, auch wenn es unfassbar nervig ist, nicht alles zu schaffen was man sich vornimmt, manchmal ist das einfach so. Und da hinterher zu meckern reichlich wenig bringt, fangen wir einfach direkt an mit meinen Highlights aus dem Jahr 2018 würde ich sagen:

Im April hieß es: It’s time for a fashion revolution … in Mainz!
Gemeinsam mit der lieben Mary von greenlooksgreat und Jana von Janablumevintage habe ich im April 2018 das Event ‚From waste to style‘ im Rahmen der Fashion Revolution Week organisiert. Bei der lieben Mary findet ihr auch eine schöne Zusammenfassung von diesem Tag. In der Zweitstelle in Mainz drehte sich alles rund um das Thema Secondhand, Nachhaltigkeit und Slow Fashion. Es war ein herrlicher Tag mit ganz viel Liebe und Herz zum Thema Mode und Nachhaltigkeit, an dem auch ich noch jede Menge lernen konnte.

Fotos von Lichtrausch Fotografie und
Renata Zimmer-Panunzio, Video von greenlooksgreat zusammengestellt

Aber auch ansonsten stand der April ganz im Zeichen der Fashion Revolution Week, in Mainz gab es viele spannende Veranstaltungen, von denen ich einige besucht habe und habe mich das erste Mal seit Jahren wieder an eine Nähmaschine gesetzt um in einem Upcycling Workshop aus einem ausgedienten Oberteil kleine Beutel zum unverpackten Einkauf zu nähen.

Der gestreifte Beutel war vorher ein Langarm Shirt.

Der Mai stand unter dem Motto 10×10 – ich habe meine erste Challenge im Bereich nachhaltige Mode in Angriff genommen und habe aus 10 Kleidungsstücken 10 Outfits kreiert. Die großartige Tine von Lichtrausch Fotografie hat die zehn Outfits dann ganz wunderbar in Szene gesetzt und ich habe mir zehn Tage lang so gar keine Gedanken darum gemacht, was ich denn bloß anziehe. Über meine Erfahrungen, was ich daraus gelernt habe und ob ich so eine Challenge noch mal machen würde, habe ich hier in einem Blogpost berichtet.

© Lichtrausch Fotografie 
© Lichtrausch Fotografie 
© Lichtrausch Fotografie 

Anfang Juli habe ich dann eine Art Geburtstag gefeiert – wobei es weniger um meinen wirklichen Geburtstag ging, sondern eher um zwei Jahre Müllreduzierung. Denn ca. seit Juli 2016 habe ich angefangen, meinen Müll zu reduzieren, Plastik soweit es mir möglich ist, zu vermeiden und Alternativen zu finden. Wie ich dazu gekommen bin, was ich gelernt habe und was in meinem Müll so zu finden ist, findet ihr in diesem Artikel.

Im Juli stand außerdem der plastic free july an und ich habe versucht, noch mehr als sonst auf meinen Plastikverbrauch zu achten, habe allen Plastikmüll den ich produziert habe, in einem extra Glas gesammelt und mir so vor Augen gehalten, was alles möglich ist. Wer das Projekt plastic free july noch nicht kennt, sollte hier unbedingt mal vorbei schauen.
Im Juli fand zudem meine erste Clean Up Aktion statt. Ich habe über Instagram ein paar Leute motivieren können und wir haben gemeinsam in der Mainzer Neustadt aufgeräumt. Bei dieser Aktion kamen trotz Hitze fast 27 Kilo Müll zusammen – einfach unfassbar.

Ich habe im ersten Halbjahr viel gearbeitet (neben dem Blog arbeite ich noch bei Janablume Vintage in Mainz) und da war ein Urlaub irgendwann einfach nötig. Ende August ging es mit dem Auto nach Dänemark – Camping war angesagt und mit passender Kleidung trotzten wir dem typisch skandinavischen Regenwetter. Es war eine herrlich entspannte Zeit und ich würde, wenn ich könnte, direkt wieder dorthin fahren. Ich bin ein großer Skandinavien Fan und das Meer lieb ich sowieso – es war der perfekte Urlaub. Ich habe auch einen Reisebericht geschrieben, welchen ihr hier und hier findet.

Im September stand dann wieder sehr viel Arbeit an – denn im Oktober habe ich etwas Neues gewagt, ich habe einen Projekttag zum Thema Müll und einen Vortrag zum Thema Fair Fashion organisiert bzw. gehalten. Vor Menschen zu sprechen hat mir in der Schule und auch im Studium nie so ganz zugesagt – zu groß war die Angst, was Falsches zu sagen, mich zu verhaspeln oder auf Fragen nicht antworten zu können. Ich war bei Vorträgen in der Schule immer sehr unsicher, habe ich meistens an meinen Karteikarten festgeklammert und habe gehofft, dass niemand eine Frage stellt. Vorträge halten – und damit als eine Art ‚Expertin‘ (hier die Anführungszeichen bitte ganz deutlich setzen, ich würde mich nie als Expertin bezeichnen – ihr wisst aber denke ich was ich meine) vor anderen sprechen und mein Wissen mit ihnen teilen – damals absolut unvorstellbar für mich. Anders verhält es sich (für mich) mit einem Thema, was mir wirklich am Herzen liegt, was mich bewegt und was ich mit anderen teilen möchte. Denn das Thema Nachhaltigkeit gehört für mich nicht nur in den social media Bereich – im Gegenteil! Damit wirklich etwas bewirkt werden kann, müssen wir dort handeln, laut werden und agieren, wo unser Verhalten auch Auswirkungen hat – nämlich in der ganz echten Welt. In der Realität, ganz offline und ohne Instagram. Sounds crazy, right?
Das waren wirklich zwei wahnsinnig besondere Tage für mich, an denen ich auch für mich ganz viel mitnehmen und lernen konnte. Mein Ziel für 2019 ist es, genau diesen Bereich weiter auszubauen und noch mehr offline zu arbeiten.

Im November habe ich meine zweite Clean Up Aktion in Mainz organisiert und diesmal kamen sage und schreibe 60,9 Kilo Müll zusammen. Das Wetter war nicht schön, wir sind enorm viel gelaufen und es war wirklich anstrengend. Aber: es war auch ein verdammt gutes Gefühl denn wir haben echt viel erreicht.

Außerdem ging meine Aktion #greenchristmas online, mit dem Vorsatz, das diesjährige Weihnachtsfest und die Weihnachtszeit generell etwas nachhaltiger zu gestalten.

Der Dezember verlief dann wieder etwas ruhiger – ich fühlte mich etwas ausgepowert und habe mir fürs neue Jahr vorgenommen, mir meine Energie besser einzuteilen. Denn eine Sache ist etwas untergegangen hier auf dem Blog: Anfang Dezember ist greenandwhales ein Jahr alt geworden. Ein Jahr, in dem ich wahnsinnig viel gelernt, in dem ich wunderbare neue und liebe Menschen getroffen, und in dem ich mich an Neues gewagt habe.
Ich bin wahnsinnig dankbar für all die großartigen Erfahrungen die ich in dieser doch eigentlich kurzen Zeit machen konnte und sage Danke für euren Support, fürs Blogposts lesen und teilen, für den tollen Austausch und einfach für alles. Danke!

Und 2019?
Im neuen Jahr wird es zwar keine riesigen, gewaltigen Veränderungen geben, aber es soll von allem etwas mehr geben: Mehr Blogposts, mehr Aktionen und Veranstaltungen, mehr Content und Inspiration. Dafür wird es auch neue Kategorien und vielleicht auch die ein oder andere Veränderung hier geben. Also: seid gespannt!

Eure Julia

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