Hafermilch ganz leicht selbst gemacht: Mein Lieblingsrezept

Bei Instagram habe ich es bereits angekündigt: Ich habe in den letzten Wochen an einem Hafermilch Rezept gearbeitet. Dabei habe ich dieses hier als Grundlage verwendet. Ich wollte jedoch näher an den Geschmack und die Konsistenz, die man von gekaufter Hafermilch kennt, ran kommen. Denn mir was das Ergebnis zu dünn und deshalb hier meine ‚eigene‘ Version:

Ihr braucht:
150g feine Haferflocken
1 Liter kaltes Wasser
6 entsteinte Datteln
1 Messerspitze Zimt
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Nussmilchbeutel/Mulltuch
Mixer
Trichter
Schüssel
1-2 leere, heiß ausgespülte (Glas-)Flaschen
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Die Haferflocken über Nacht in Wasser einweichen und in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen das Wasser, in dem die Haferflocken über Nacht eingeweicht sind, weg gießen und die Haferflocken in den Mixer geben.

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1 Liter frisches Wasser, Datteln und Zimt hinzufügen und für mindestens 3-4 Minuten (je nach Leistung eures Mixers) ordentlich durchmixen.

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In der Zwischenzeit den Nussmilchbeutel oder das Mulltuch in die Schüssel legen, die Flaschen und den Trichter bereitstellen. Und gut die Hände waschen!
Wenn alles gut durchgemixt ist (hier gilt: Lieber ein bisschen länger mixen), die Milch durch den Nussmilchbeutel in die Schüssel abgießen. Um auch wirklich den 1 Liter Milch zu bekommen, einfach den Nussmilchbeutel ausquetschen. Das ist nicht sonderlich ästhetisch, aber so bekommt ihr das beste Ergebnis (und deshalb solltet ihr euch auch gut die Hände waschen).
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Ich kann nur empfehlen, wirklich auch den letzten Tropfen auszuquetschen, da vor allem die Reste etwas dickflüssiger sind, was sehr gut für die Konsistenz der Milch am Ende ist. Dann die Milch m.H. des Trichters in Flaschen abgießen und schon seid ihr fertig.
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Die Milch hat sich bisher meist drei bis vier Tage gut im Kühlschrank gehalten. Danach wird sie sauer. Deshalb lieber erst mal etwas weniger machen, wenn ihr euch unsicher seid. Ihr könnt natürlich auch das Tuch noch zusätzlich in ein Sieb geben und statt es mit den Händen auszuquetschen einfach mit einem Löffel „durchsieben“. Das hat mir allerdings einfach zu lange gedauert.
Bevor ihr die Milch trinkt oder in den Kaffee gießt, die Flasche gut durchschütteln, da sich unten der ‚festere‘ Teil der Milch absetzt.
Und damit ihr möglichst lange was vom Nussbeutel habt, nach dem Zubereiten der Nussmilch den Haferflockensatz rausholen und den Beutel mit klarem Wasser ausspülen. Dann einfach mit zur nächsten Wäsche dazu geben. Den Haferflockensatz, der am Ende übrig bleibt, kann gut fürs Müsli oder zum Backen verwendet werden.
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Fotos: Tine Kuncke, Lichtrausch Fotografie
Wie schmeckt euch die selbst gemachte Hafermilch nach dem Rezept? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!
Eure Julia

10 Kommentare zu „Hafermilch ganz leicht selbst gemacht: Mein Lieblingsrezept

  1. Hi,
    das Wasser in denen die Haferflocken über Nacht eingelegt wurden, ist dieses auch der 1L Wasser der nach dem Mixen hibzu kommt? Oder ist dieses „frisches“ Wasser?
    Dank dir, für dein Rezept 🙂

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    1. Hallo Kim,
      vor dem Mixen gießt man das Wasser weg, in dem die Haferflocken eingeweicht wurden und fügt zum Mixen 1l frisches Wasser hinzu. Da hab ich mich wohl blöd ausgedrückt, danke für den Hinweis!
      Liebe Grüße, Julia

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    1. Hallo Thomas,
      ein Nussmilchbeutel ist im Prinzip so ähnlich wie ein Passiertuch und eignet sich perfekt um die vegane Milchalternative herzustellen – nur eben in Beutelform. Durch die Kordel find ich den Beutel etwas praktischer als ein Tuch, da er sich zuziehen lässt und weniger Milch beim ausdrücken daneben geht. Aber auch mit einem dünnen Baumwolltuch oder Mulltuch geht das. Mein Nussmilchbeutel ist aus Hanffasern, die gibt es aber aus allen möglichen Materialien. Eigentlich gibt es die in allen möglichen Onlineshops, wenn man das googelt, bekommt man eine ziemlich große Auswahl angezeigt.
      Liebe Grüße, Julia

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  2. Hallo Julia,
    ich habe ein paar Fragen zu der Herstellung der Hafermilch…
    – warum gieße ich das Einweichwasser weg? Könnte ich es nicht einfach zur Herstellung der Hafermilch benutzen?
    – warum werden die Haferflocken nicht vor dem Mixen gekocht? Könnte mir vorstellen, dass sie sich dann noch besser auflösen
    – könnte man die fertige Hafermilch nicht zur besseren Haltbarmachung kochend in die Gläser füllen? …oder gehen beim Kochen zu viele Vitamine flöten?
    Liebe Grüße
    Stefanie

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    1. Hallo liebe Stefanie,
      – das Einweichwasser gießt man vor allem aus hygienischen Gründen weg – nach einer Nacht ist es schlicht und ergreifend abgestandenes Wasser und es könnten sich evtl. Bakterien o.ä. angesammelt haben. Wenn du die Haferflocken zu lange einweichst würde ich sie noch mal mit klarem Wasser durchspülen. Also einfach frisches Wasser nehmen, damit das ganze hygienisch und frisch ist 🙂
      – es gibt einige Rezepte, in denen man die Haferflocken vorher kocht, es gibt im Internet dazu auch viele Artikel was besser bekömmlich etc. ist. Ich sehe keinen Grund darin, zusätzlich noch den Herd anzumachen und damit zusätzlich Energie zu verbrauchen, denn nach einer Nacht im Wasser sind die Haferflocken echt super weich und brauchen auch in meinem Mixer (der nicht sonderlich leistungsstark ist) echt nicht lange um zerkleinert zu werden. Ich hab auch schon oft gelesen, dass die Hafermilch, wenn man die Haferflocken vorher aufkocht, danach sehr dickflüssig geworden ist – das wäre ja auch kein so schönes Ergebnis.
      – das wäre durchaus eine Überlegung, das habe ich noch nicht ausprobiert. Mir reicht es immer, einen Liter herzustellen, der Aufwand ist nicht so groß und es macht mir tatsächlich Spaß. Wenn man allerdings nicht immer Zeit hat o.ä. wären größere Mengen natürlich praktischer.

      Ich hoffe meine Antworten sind hilfreich für dich! 🙂 Liebe Grüße, Julia

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  3. Ich mache auch immer wieder Hafermilch selbst. Allerdings weiche ich die Haferflocken gar nicht ein, sondern vermixe sie einfach uneingeweicht. Das geht auch. Einmal habe ich warmes Wasser genommen. Das wurde dann ziemlich breiig. Ich fand es eilig. Bei. Aufkochen wird es sicher auch eher wie haferschleim.
    Mit dem Geschmack kann man variieren. Manchmal mach ich noch ein paar Mandeln oder caswehkerne oder Vanille anstatt Zimt rein.

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    1. Liebe Ingrid,
      ohne einzuweichen habe ich auch mal probiert – das hat mir allerdings zu wenig nach Haferflocken geschmeckt. Ist aber ja Geschmackssache :-). Und das mit dem Aufkochen war auch echt nicht mein Fall – ich weiß genau was du meinst.
      Schön, dass dir unterschiedliche Variationen so zusagen und gefallen!
      Liebe Grüße, Julia

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